Nicole Hein - Freie Journalistin und Autorin

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Treffpunkt Text - Das Handbuch für Freie in Medienberufen (2006 Bramann Verlag), Textauszug:

Wie finanziere ich den ersten Schritt?

Nicole Hein

Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles!
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Cover: Treffpunkt Text Freiberufler zu sein, bedeutet auch Unternehmer zu sein. Viele Texter, Journalisten, Redakteure oder Autoren unterschätzen das. Sie sehen sich als Kreative, als Künstler. Finanzierungs- und Liquiditätspläne passen nicht so richtig in dieses Bild. Und doch entscheidet häufig die Sorgfalt, in der jemand seine Finanzen plant, über Scheitern oder Erfolg der Selbstständigkeit. Besonders bei den ersten Schritten in die freiberufliche Zukunft kommt es darauf an, präzise zu kalkulieren:

Beinahe ebenso wichtig wie eine genaue Kalkulation ist das Sparen. Das heißt aber nicht, die ersten Visitenkarten mit dem Tintenstrahldrucker selbst herzustellen. Im Gegenteil: Der Geschäftsauftritt sollte von Anfang an dem eines professionellen Unternehmens entsprechen. Dennoch lassen sich viele Kosten senken oder sogar ganz vermeiden – zum Beispiel, indem man seinen Schreibtisch oder den Stuhl als Sacheinlage in das Betriebsvermögen aufnimmt, statt die Möbel neu zu kaufen. Oder indem man auf ein externes Büro verzichtet. H&aulm;ufig genügt für den Start ein abgetrennter Raum in der Privatwohnung. Trotzdem fehlt den meisten Existenzgründern Geld. Geräte wie Scanner, Drucker oder Fax wollen angeschafft werden, vielleicht eine digitale Spiegelreflexkamera, gedrucktes Briefpapier – so dass angesparte Summen schnell schmelzen. Auch laufen die Lebenserhaltungskosten natürlich weiter. Wie also die ersten Schritte finanzieren?

 

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